>Gefühlsmäßig sehe ich mich dann trotzdem als Versager und denke mir, nur weil ich es jetzt mal geschafft habe für ein paar Min rauszugehen ist es kein Grund um stolz auf mich zu sein.
Kenn ich auch. Aber du brauchst dich ja nicht stolz fühlen. Du machst dann einfach was gutes für dich. Ich fühle mich nach dem Zähneputzen oder Sport machen auch nicht stolz. Es ist halt einfach gut für mich und ist entweder gefühlsmäßig neutral oder macht mir gute Laune.
Und zum stolz fühlen generell: Vergleich dich immer nur mit dir selber, nicht mit anderen.
>Ist wirklich schwer, bei anderen läuft es ja auch.
Auch nicht bei allen. Und hier wieder: Nur mit dir selber vergleichen.
>Habe oft das Gefühl das einfach mit mir etwas nicht stimmt und ich generell abgelehnt werde.
Das ist das fiese, wenn man mit etwas schlechte Erfahrungen macht. Ich hatte auch eine lange Durststrecke, wo ich so gefühlt habe. Dann waren ein, zwei Damen richtig scharf auf mich und mein Selbstbewusstsein ging durch die Decke. Dabei bin ich der gleiche Typ.
Depression ist auch nicht besonders attraktiv auf Dates, wenn man nur jammern kann. Deshalb evtl erstmal andere Sachen in Angriff nehmen.
>Ja, spreche offen über alles. Oft kommt eben wenn ich mir Ziele setze und die verfolge ergibt sich der Rest von selbst. Hätte dann ja für mich kleine Erfolgserlebnisse die mich pushen. Aber wie oben erwähnt fängt es da ja schon an, mache mich eher über meine kleinen Erfolgserlebnisse lustig und sehe keinen Grund stolz darauf zu sein, wenn andere so viel mehr in ihrem Leben gerissen bekommen.
Wie lang machst du schon Therapie?
Und ein Tipp: Red dir nicht immer alles schlecht. Das sabotiert einen selber. Streng dich an, auch gute Dinge zu sehen und dir "Erfolge" vor Augen zu führen, auch wenn sie klein und lächerlich sind. Ich habe das Gefühl, ich war vor ein paar Wochen da, wo du jetzt bist, und nun ist alles schon viel besser und einfacher.