Die Europäer machen sich keine Vorstellung von der Enge Afrikas. Die gewaltigen Ausmaße dieses Kontinents füllt ein endloses Labyrinth aus surrendem Dickicht, matschigen Straßen und trostlosen Lehmhütten. Über allem eine gleißende Sonne, die der Landschaft und den Menschen die Energie zu rauben scheint, anstatt Leben zu spenden. Und bei aller Entfernung zwischen Kairo und Kapstadt, eins haben die Menschen hier gemeinsam: Sie ducken sich unter dem gnadenlosen Himmel ins Gestrüpp, als hofften sie nicht aufzufallen, dem brutalen Feuerauge zu entgehen, um sich von Nacht zu Nacht zu retten. Man sollte meinen, dass es hier Unterschiede geben müsste, schon aus rein geographischen Gründen, wie es sie in Asien gibt zwischen Moskau, Teheran und Bangkok - aber hier siehst du die Gemeinsamkeit in allen Augenpaaren, die dir aus den schwarzen Schädeln bleich entgegenleuchten: Ich bin verloren zwischen Sand und Dschungel, sagen sie, geduckt unter dem endlosen, herrischen Blau, ich sehne den Schatten herbei und das Vergessen. Mehr bin ich nicht, mehr will ich nicht, ich bin ein Neger.